29. May 2017

Personenversicherung

PersonenversicherungenPersonenversicherung Definition

Personenversicherungen sind, wie der Name schon sagt, personenbezogene Versicherungen, die das Leben, Gesundheit und Leistungsfähigkeit einer Person, betreffen. Zudem gibt es personenbezogene Versicherungen, die für eine Absicherung über den Tod hinaus gewährleisten, wie zum Beispiel die Lebensversicherung, um Hinterbliebene finanziell ausreichend zu versorgen.

Es gibt freiwillige personenbezogene Versicherungen, aber auch Pflichtversicherungen. Personenbezogene Pflichtversicherungen kennt man von den Sozialabgaben auf der Gehaltsabrechnung. Freiwillige personenbezogene Versicherungen sind wie angesprochen, die Lebensversicherung, die private Rentenversicherung oder auch die private Krankenversicherung. Die Versicherungsgesellschaften bieten auch spezielle Produkte an, die durch die Lebensführung der betroffenen Person, in etwa durch gefährliche Berufe, Sportarten oder Hobby mit erhöhtem Risiko, durch die normalen Versicherungen nicht ausreichend abgesichert oder sogar ausgeschlossen sind.

Personenversicherungen nehmen uns Sorgen ab

Bei den Versicherungen rund um eine Person gilt es, das Leben abzusichern. Ob nun im Beruf, bei der Freizeit oder im Alter. Mit dem Beginn unseres Lebens sind wir bereits mit der Krankenversicherung der Eltern versichert. Auch hat der Beginn unseres Lebens mit Auswirkungen auf die Rentenversicherung der Eltern einige Auswirkungen im Bezug auf

die spätere Rente unserer Eltern. Für viele bekommen personenbezogene Versicherungen erst mit dem Eintritt ins Berufsleben eine richtige Bedeutung, denn dann müssen wir für Pflichtversicherungen selbst zahlen. Mit der ersten Gehaltsabrechnung bekommt die Arbeitslosenversicherung, die gesetzliche Krankenversicherung, die Pflegeversicherung, die Rentenversicherung und die Unfallversicherung ein Gesicht mit deutlichen Zahlen. Etwas mehr als 20% unseres Bruttogehalts wird für diese Absicherungen vom Gehalt abgezogen. Weitere 10% werden vom Arbeitgeber aufgebracht. Diese gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungen stellen aber nur eine Grundversorgung der Absicherung dar.

Das Leben versichern

Mit dieser Überschrift kann man alle personenbezogenen Versicherungen umfassen. Für das Berufsleben und den Erhalt seiner Leistungsfähigkeit, um seinen Beruf ausüben zu können, stehen zwei große Kriterien. Zum einen Erhalt der Gesundheit, zum anderen was kommt, wenn ich durch Unfall oder Krankheit diesen Beruf nicht mehr ausüben kann?

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt alle Kosten für Gesundheitsvorsorge, Behandlung und Rehabilitation. Mit einer privaten Krankenversicherung wird das Niveau im Gesundheitswesen erhöht, durch eine Krankenhaustagegeldversicherung kann man Gehaltsverluste, die durch Krankenhausaufenthalte entstehen, ausgleichen. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung nimmt man sich die Sorge, durch Unfall oder Krankheit nicht mehr in seinem Beruf arbeiten zu können. Mit dem Beginn in das Berufsleben erhöht sich zwangsläufig auch der Lebensstandard, den man sich auch für das Alter sichern möchte. Dazu kann man eine private Altersversorgung in Betracht ziehen. Sei es eine zusätzliche Rentenzusatzversicherung oder eine kapitalbildende Lebensversicherung, kann man sich so ein finanzielles Polster ermöglichen. Man kann entweder mit einer kapitalbildenden Lebensversicherung oder einer Risiko Lebensversicherung Angehörige finanziell absichern.

Personenversicherungen im Einzelnen

Gesetzliche Pflichtversicherungen

  • Arbeitslosenversicherung
  • Unfallversicherung
  • Krankenversicherung
  • Rentenversicherung
  • Pflegeversicherung

freiwillige personenbezogene Versicherungen

Die Besonderheiten bei einigen freiwilligen Zusatzversicherungen ergeben sich aus der staatlichen Förderung. So werden Programme aus der Zusatzrentenversicherung, kurz Riester- oder Rürup-Förderung genannt, vom Staat subventioniert. Auch kapitalbildende Lebensversicherungen werden steuerlich begünstigt und als Altersvorsorge angerechnet.

Menschen, die einer Extremsportart nachgehen oder sich in der Freizeit einem höheren Risiko aussetzen, sollten sich grundsätzlich über zusätzliche Produkte informieren, wie zum Beispiel eine Absicherung für Krankenrücktransporte bei Auslandsreisen. Generell sollte man sich genau beraten lassen, wenn man sich in ein Urlaubsgebiet begibt und dort einer Sportart nachgeht, die nicht oder nur unzureichend

versichert. Aber nicht nur im Urlaub begibt man sich durch Freizeitaktivitäten in ein erhöhtes Risiko, welches dann nicht genügend abgedeckt sein könnte. Daher sollte man sich lieber zweimal informieren. Auskunft darüber erhält man beim Bund der Versicherten.

Personenversicherung, in allen Lebensbereichen sicher

Personenversicherungen sollen uns in allen Bereichen des Alltags vor Schaden bewahren, sollte uns etwas beim Arbeitsplatz, Zuhause oder in der Freizeit zustoßen.

Aber auch wenn nichts passiert, haben wir die Gewissheit, im Falle von Krankheit einfach zum Arzt gehen zu können, behandelt zu werden und auch Zusatzbehandlungen und Medikamente nicht komplett auf eigene Kosten zahlen zu müssen. Wir können unsere Zukunft planen und uns Gedanken darüber machen, eine eigene Immobilie zu kaufen oder sogar bauen. Mit der kapitalbildenden Lebensversicherung, den staatlich geförderten Rentenzusatzversicherung und der Berufsunfähigkeitsversicherung haben wir auf lange Sicht ein sicheres Gefühl und zusätzliches Einkommen.

Durch die Arbeitslosenversicherung ist unser Einkommen auch teilweise gesichert, sollte man plötzlich arbeitslos werden. Durch die Arbeitslosenversicherung haben wir auch die Möglichkeit, unsere Ausbildung weiter aufzubauen. Viele Weiterbildungen werden vom Arbeitsamt gefördert. Sollte eine versicherte Person dennoch durch Unfall oder Krankheit versterben, sind die nahen Angehörigen versorgt.

Durch die Sozialversicherungen ist man immer versorgt, was auch im Leben auf einen zukommt. Sichert man sich zusätzlich ab, kann man auch sorglos seinen sportlichen Ambitionen folgen, seinem Hobby frönen und die Welt bereisen.

Versicherungslaufzeiten und Beendigung

Anders als bei freiwilligen Versicherungen, kann man Pflichtversicherungen nicht kündigen. Pflichtversicherungen beginnen mit dem Berufseintritt und enden erst mit dem Eintritt in das Rentenalter. Die Krankenversicherung sowie die Pflegeversicherung laufen überdies auch noch bis zum Tod des Versicherten. Beiträge für Krankenversicherung und Pflegeversicherung werden auch von der Rente einbehalten.

Allerdings kann man zum Beispiel die Krankenkasse wechseln, die Unfallversicherung bei einer anderen Versicherungsgesellschaft abschließen. Je nach Berufsgruppe, gibt es unterschiedliche Berufsgenossenschaften, die als Träger der gesetzlichen Unfallversicherungen gelten. Zusammen mit den Krankenkassen, sorgen sie für eine sichere Arbeitsumgebung durch Arbeitsschutzmaßnahmen, Vorbeugung von Berufskrankheiten und bilden eine Anlaufstelle für berufsbezogene Anfragen für Versicherte.

Hat man eine Zusatzversicherung, etwa eine Zusatzrentenversicherung, kann man diese freiwillige Versicherung kündigen. Jedoch sollte man sich diesen Schritt sorgfältig überlegen. Für diese Versicherungen gibt es einen Rückkaufswert, der im keinen Verhältnis zum eingebrachten Kapital steht. Das gleiche gilt für kapitalbildende Lebensversicherungen. Besser ist es, die Versicherungen ruhen zulassen, da sie auf ein langes Laufzeitziel ausgelegt sind. So verliert man kein Geld und bekommt später doch noch einiges Kapital ausgeschüttet.

Bei Zusatzkrankenversicherungen hält es sich ähnlich. Es wird hier kein Kapital aufgebaut, dennoch ist eine Anpassung besser als eine Kündigung. Schließt man eine Zusatzkrankenversicherung im Alter von 20 – 25 Jahren ab, ist diese im Beitrag billiger als eine Zusatzkrankenversicherung eines 30 – 35 jährigen Versicherungsnehmers.

Hat man Zusatzversicherungen, haben diese auch eine Begründung im Leben des Versicherten. Ändert sich der Lebensstil, weil man zum Beispiel keinen Spaß mehr an einer Sportart mit erhöhtem Risiko hat, ist man auf der sicheren Seite, wenn man eine Zusatzversicherung mit einer Vertragslaufzeit von zwei Jahren wählt. Andere Versicherungen haben Laufzeiten von 5 oder 10 Jahre, besonders bei kapitalbildenden Lebensversicherungen ist die Laufzeit ausgedehnter.

Es liegt an einem selbst, ob man eine kurze oder längerfristige Absicherung auswählt, welche Bereiche abgesichert sein sollen oder was man für wichtiger hält. In jungen Jahren ist man sicher mit kurzen Laufzeiten besser bedient, denn man kann sich vielfältig weiter entwickeln. Sowohl im Beruf, Privatleben, als auch in den Freizeitaktivitäten ist in den ersten Jahren immer Bewegung und Veränderung mit enthalten.

Versicherungen und Absicherung dem Leben anpassen

Mit dem Eintritt in das Berufsleben ist man jung, man hat seine eigenen Vorstellungen vom Leben, Freizeit und Spaß. Erst später, mit den Veränderungen im Leben, zum Beispiel wenn man sich verliebt, vielleicht auch heiratet und eine Familie gründet, stellen sich einem neue Herausforderungen. Die Verantwortung wächst und somit auch das Verlangen einer veränderten, besseren Absicherung. Durch diese Veränderungen im Leben, verändert sich auch unser Verhalten. Man achtet mehr darauf, nicht mehr risikoreichen Aktivitäten nachzugehen, stattdessen unternimmt man mit dem Partner

andere Freizeitaktivitäten. Die Anforderungen an eine Absicherung verändern sich auch weiter, wenn man später Kinder hat. Ähnlich wie sich die Lebensumstände ändern, kann und sollte man sich seine Absicherung anpassen. So bekommt zum Beispiel eine Lebensversicherung eine ganz andere Bedeutung und Stellenwert, weil man nicht nur eine eigene Immobilie im Sinn hatte, sondern nun die eigene Familie im Fokus steht.

Der Beruf, den man ausübt, bekommt eine höhere Bedeutung, weil man nicht mehr nur Geld verdienen möchte, sondern jetzt eine Familie versorgen muss. Die Gesundheit und Leistungsfähigkeit wird höher bemessen, weil die Verantwortung wächst. Diese Faktoren in der Veränderung der Lebenssituation schlagen sich auch in allen Bereichen der Absicherung nieder. Diese Veränderungen können sich in den personenbezogenen Versicherungen widerspiegeln.

Im Bereich der Gesundheitsvorsorge können sogar gesundheitserhaltende und gesundheitsfördernde Maßnahmen zu günstigeren Beiträgen, Prämien oder Gutschriften führen, wenn sich der Versicherte keinem erhöhten Risiko aussetzt. So werden zum Beispiel auch Arbeitsschutzmaßnahmen, Arbeitsschutzausrüstungen und Arbeitsschutzausbildungen von vielen Berufsgenossenschaften gefördert.

Bei den Krankenkassen führen solche Programme auch zu günstigeren Beiträgen. Gesunde Ernährung, sportliche Aktivität und regelmäßige Gesundheitsvorsorge wird durch die Krankenkassen belohnt. Versicherte, die durch ihre Lebensweise zum Beispiel Fettleibig sind, familienbedingte Vorerkrankungen im Herz-Kreislaufsystem haben oder andere Vorerkrankungen verzeichnet sind, bekommen ebenfalls besondere Angebote zur Gesundheitsvorsorge.

Wie man auch immer sein Leben gestalten will, sein Berufsleben plant oder seine Zukunft sieht, kann man sich seinen Plänen entsprechend, vorbereiten. Die Absicherung geht diesen Weg mit, in dem viele verschiedene Produkte angeboten werden. Auch berufsbedingte Erkrankungen können sich im Berufsleben verändern, weil sich die Berufsbilder verändern. Hat man zum Beispiel im beruflichen Werdegang immer wieder Fort- und Weiterbildungen, ändern sich die Anforderungen und Voraussetzungen.

Somit verändern sich auch die Risiken, denen man im Beruf ausgesetzt ist. Erfahrung im Beruf ist durch nichts zu ersetzen und mindert das Berufsrisiko. Ähnlich wie man als langjähriger Autofahrer Gefahren besser und frühzeitiger erfassen kann, erkennt man mit zunehmenden Alter auch, was gut und wichtig ist.