17. November 2017

Hundeversicherung

Wer sich einen Hund angeschafft hat, der hat sich sehr viel Arbeit in Haus und Garten geholt. Grund dafür ist, dass für das Tier nicht nur Futter gekauft werden muss, sondern auch Hundesteuer fällig wird und noch diverse Versicherungen abgeschlossen werden sollten.

Hundehaftpflichtversicherung

In einigen Bundesländern ist die Hundehaftpflicht zum Beispiel schon Pflicht, in anderen nicht. In den Bundesländern, in denen der Hundehalter unbedingt eine derartige Versicherung abschließen muss, muss dies im Vorhinein geschehen, als eine Art von Deckungskarte, damit der Hund überhaupt bei der Stadtverwaltung angemeldet werden kann. Grund dafür sind Übergriffe vor allem von größeren Hunden gegenüber Passanten beim Gassigehen, wobei auch die kleinen Hunde nicht zu unterschätzen sind. Eine bundesweite Pflicht für das Vorhandensein von einer Hundehaftpflichtversicherung gibt es bisher noch nicht. Doch im Sinne der Haushaltskasse ist es sinnvoll für jeden Hundehalter, dass er sich eine derartige Versicherung anschafft.Im Fall von einem Schaden, sei es nun ein Personen- oder Sachschaden, ist der Hundehalter in vollem Umfang für den Schaden verantwortlich. Die private Haftpflicht der Familie deckt dabei die Kosten nicht ab, die entstehen bei einem derartigen Zwischenfall. Es handelt sich bei Hunden nämlich schon um etwas größere Tiere. Katzen und auch Nager, die man sonst noch in der Wohnung bzw. im Hof hält, sind indes von den Schäden her, die sie verursachen können, in die private Haftpflicht eingebunden.

Dabei ist einigen Hundehaltern gar nicht bewusst, wie schnell es gehen kann, dass der Hund einen Schaden verursacht hat. Sicherlich ist ein Hund zuhause harmlos. Doch wird er durch einen äußeren Reiz erschreckt, kann auch ein noch so lieber Hund zur reißenden Bestie werden. Die Abstammung vom Wolf kann eben kein Hund verleugnen vom Charakter her. Aus diesem Grund gilt in vielen Städten auch die grundsätzliche Anleinpflicht, so dass die Passanten, insbesondere Kinder keine Angst vor größeren Hunden haben müssen. Die Hundehaftpflicht ist vom Umfang her sehr gut ausgestattet. Schadenssummen von 10 bis 15 Millionen sind bei den Versicherungsunternehmen üblich. Versichert sind Deckschäden, Mietschäden, Flurschäden und Allmählichkeitsschäden. Sich ein Angebot für diese Versicherung machen zu lassen lohnt sich. Denn die Beiträge sind bei den einzelnen Versicherungsunternehmen schon recht unterschiedlich. Welpen sind vom ersten Tag an mitversichert und müssen je nach Tarif binnen einer gewissen Zeit eine eigene Versicherung erhalten, wenn sie nicht verkauft werden. Abgedeckt sind mit der Hundehaftpflicht natürlich auch Schäden, die entstehen, wenn ein Tier in eine Tierpension gegeben wird oder das Tier bei einem Nachbar unterkommt für die Zeit des Urlaubs.

Hundekrankenversicherung

Eine weitere Hundeversicherung, die als sehr wichtig und vor allem schonend für die Haushaltskasse erachtet wird, ist die Hundekrankenversicherung. Diese Versicherung ist vergleichbar mit der Privaten Krankenversicherung beim Menschen. Denn auch diese Versicherung gewährt, nachdem der Hundehalter die Tierarztrechnung bezahlt hat, die Rückerstattung der Kosten. Erstattet werden Kosten für Impfungen, für Vorsorgeuntersuchungen und auch die Kosten für die Tierklinik nach einem Unfall oder wenn der Hund wegen einer Erkrankung operiert bzw. dort behandelt werden muss. Zudem erstattet diese Versicherung auch die Kosten für die eventuelle Unterbringung in der Tierklinik oder beim Tierarzt zwecks Überwachung, die Kosten für Röntgen und auch für die Medikamente, insbesondere auch für die homöopathische Behandlungen und Physiotherapie. Der Beitrag für diese Versicherung hängt von drei wesentlichen Faktoren ab: Vom Alter des Hundes, von seiner Größe und von der Rasse. Dabei stehen Größe und Rasse im Vordergrund, da auch ein älteres Tier durchaus lange Zeit gesund bleiben kann, während ein junges Tier auch sehr schnell erkrankt. Für kleine Rassen fallen die Beiträge für diese Versicherung günstiger aus.

Zu den kleinen Rassen gehören Dackel, Terrier, Chihuahua und Beagle sowie andere. Mittlere Hundenrassen sind Cocker Spaniel, Collie, Bracke, Hirtenhund oder Podenco. Die meisten Beiträge für eine derartige Versicherung zahlen Halter, wenn ihr Hund ein Schäferhund, Pit Bull Terrier oder Bulldogge ist. Doch hier spielt nicht nur die Größe der Hunde eine Rolle, sondern auch der Umstand, dass rassetypische Krankheiten auftreten können bei diesen Rassen bzw. weil wegen ihres Verhaltens und ihrer Haltung vermehrt mit Verletzungen gerechnet wird. Die Höhe der Beiträge ist zudem nach dem Alter des Hundes gestaffelt. Es gibt nur wenige Versicherungen, die eine Hundekrankenversicherung für Tiere über 10 Jahre ermöglichen abzuschließen. Denn mit dem Alter des Tieres verhält es sich ebenso wie bei älteren Menschen: Sie werden häufiger krank bzw. bei ihnen werden häufiger Tumore bzw. Krebsgeschwüre diagnostiziert. Zudem sind ältere Hunde anfälliger gegen Hauterkrankungen und Herzleiden und können sogar Diabetes bekommen. Auch bei Sterilisation bzw. Kastration bezahlt diese Versicherung die Kosten oder zumindest zum Teil.

Hunde-OP Versicherung

Gekoppelt sein kann an eine Hundekrankenversicherung auch eine Hunde-OP Versicherung. Diese deckt alle Kosten, die unmittelbar entstehen, wenn das Tier operiert werden muss. Eingeschlossen sind darin auch die Vor- und Nachuntersuchungen. Auch hier gibt es leider nur wenige Anbieter, die eine derartige Versicherung überhaupt offerieren, wobei auch bei dieser Versicherung ein Tier ab 10 Jahren meist nicht mehr versichert werden kann, es sei denn es hatte ein Vorversicherung bzw. ist die ganze Zeit über schon bei dieser Versicherung versichert. Die Abwicklung von einem derartigen Schaden über die Versicherung läuft in der Regel unbürokratisch ab. Die Erstattung der Auslagen des Hundehalters erfolgt meist auch zügig. Ein Hundehalter sollte sich den Abschluss einer derartigen Versicherung gut überlegen. Denn wenn sein Tier unters Messer muss, dann werden auch gleich einige hundert Euro fällig. Die Kosten für die Sterilisation bzw. Kastration bezahlt diese Versicherung zumindest zum Teil. Nach dem Abschluss einer derartigen Versicherung sollte darauf geachtet werden, ob eine Wartezeit vereinbart ist in den Vertragsbedingungen. Tritt nämlich während der Wartezeit ein Schaden ein, bleibt die Versicherung zunächst leistungsfrei. Erst nach dem Ende der Wartezeit kann diese Versicherung in Anspruch genommen werden.

Dank der Hundeversicherungen ist ein Hund und sein Halter rundum gut abgesichert. Für nur wenige Euro im Monat gibt es einen guten Schutz vor sehr hohen Kosten für den Fall, dass der Hund operiert oder zum Beispiel geimpft werden muss. Und wenn es zu einem richtig großen Haftpflichtschaden kommt, dann ist der Hundehalter auch froh, wenn er eine entsprechende Versicherung abgeschlossen hat. Die Beiträge für die Haftpflicht können bei der Steuer in Abzug gebracht werden.