15. December 2018

Feuerversicherung

Das Feuer kann unser Freund sein, wenn wir es in unserer Wohnung warm haben möchten und warmes Wasser zum Duschen nutzen wollen. Feuer kann aber auch zu unserem Feind werden, wenn sich Dinge entzünden, die so nicht vorgesehen waren und ein Feuer ausbricht.

Feuer bricht häufig aus, wenn zum Beispiel elektrische Bauteile in unserem Umfeld defekt oder durch Überspannung zerstört werden. Es sind oft die unscheinbaren Ursachen, die man in jedem Haushalt findet, die dazu führen, damit ein Feuer entstehen kann. Ein Toaster brennt durch, während man den Frühstückstisch deckt. Wenn man dann wieder in die Küche gehen möchte, um den Kaffee zu holen, schlagen die Flammen auf der Küchentür schon an die Decke.

Die älteste Versicherung unter den Versicherungen

Die Feuerversicherung ist eine der ältesten Versicherung überhaupt, denn Feuer war schon immer eine der Gefahren, die der Mensch sich ausgesetzt hat, um in kühleren und kalten Regionen zu überleben. Die Angst vor dem Feuer und die beängstigenden Ausmaße der Zerstörung, die ein Feuer anrichten kann, haben schon immer dazu geführt, dass man sich auf eine Art versuchte, absichern zu können. Sind auch alle Sachwerte zerstört, stand man aber nicht vor dem Ruin.

Auch für die Zubereitung von Mahlzeiten wurde das Feuer immer benutzt, um Lebensmittel zu garen oder um Backwaren herzustellen. In unserer heutigen Gesellschaft hat man kein offenes Feuer nötig, um das Essen zu kochen oder zu backen. Dennoch gibt es Kamine und Öfen, um sich eine wohnlichere Atmosphäre zu schaffen. In der Zeit vor und nach Weihnachten stellen wir Adventskerzen auf, schmücken Weihnachtsbäume und haben am Ende des Jahres Sylvester, wo wir mit Feuerwerk das neue Jahr begrüßen.

Die Feuerversicherung ist in ihrer Reinform nur in der Wirtschaft für gewerbetreibende Einzelpersonen oder Firmen anzutreffen. Für den persönlichen privaten Bereich gehört die Feuerversicherung in die Hausratversicherung oder ist Teil der Wohngebäudeversicherung. Die Feuerversicherung ist somit immer an die Versicherungssummen der übergeordneten Versicherungen verknüpft. Es gilt daher immer auf eine enthaltene Feuerversicherung zu achten, ob diese auch wirklich in der Hausratversicherung oder Wohngebäudeversicherung enthalten ist. Eine Feuerversicherung sollte niemals zu niedrig angesetzt werden um eine Unterversicherung auszuschließen, denn nicht alle Durchschnittswerte pro Quadratmeter treffen auf alle Haushalt zu. Bei der üblichen Bewertung eines Haushalts geht man von einer Versicherungssumme aus, die sich aus 650 Euro pro Quadratmeter ergibt. Bei einem Haushalt mit 100 Quadratmeter ergibt sich so eine Versicherungssumme von 65.000 Euro. Nimmt man seine Sachwerte genauer unter die Lupe, ergeben sich viel höhere Sachwerte und man ist unterversichert.

Auch bei der Feuerversicherung führt eine Unterversicherung zu großen finanziellen Belastungen, obwohl eine Versicherung besteht. Man muss für die Festlegung einer optimalen Versicherungssumme wirklich alles berücksichtigen, damit keine Unterversorgung entsteht.

Wer braucht eine Feuerversicherung?

Wenn man Kinder hat, steigt die Gesamtsumme der Sachwerte jedes Jahr um 5 – 10 %. Das kommt durch die Anschaffungen für die Kinder, die zum einen in ihrem Wachstum nicht zu bremsen sind und somit neue Kleidung und Schuhe nötig werden. Zum anderen sind die Qualität und der Sachwert vieler Spielzeuge höher als die Wertminderung durch die Benutzung. Obwohl man davon ausgeht, die Küche oder das Wohnzimmer wären die größten Sachwerte, stehen die Kinderzimmer dem aber nicht nach.

Wer braucht eine Feuerversicherung? Im Grunde genommen braucht jeder, der eine Wohnung oder ein Gebäude bewohnt, eine Feuerversicherung. Die Gefahren und Risiken im täglichen Umgang mit elektrischen Haushaltsgeräten, die Heizung, die Küche, das Fernsehgerät oder auch der elektrische Wecker sind Risiken, die eigentlich unser Leben erleichtern oder angenehmer machen sollen. Man kann aber nicht in diese Bauteile hinein sehen, um einschätzen zu können, wann diese kaputt gehen und ob ein Brandrisiko von ihnen ausgeht. Aber auch ohne diese Risiken in den elektrischen Geräten, sind wir von elektrischen Installationen umgeben.

Die Feuerversicherung ist natürlich, für Schäden, die durch Brand entstehen können, vorgesehen. Was einen Brand oder Feuer nun eindeutig definiert, damit Schäden, die durch Beschädigung oder Zerstörung bei einer Verbrennung entstehen, zu einer Versicherungsleistung führen, ist in der Feuerversicherung beschrieben.

Feuer ist nicht gleich Feuer

Ein Brand gilt darin als ein Feuer, das ohne eine bestimmungsgemäße Feuerstelle ist oder diese verlassen hat und sich unkontrolliert ausbreiten kann. Das Feuer wird als ein Verbrennungsvorgang mit Lichterscheinung definiert, was gleichbedeutend mit einer offenen Flamme bezeichnet werden kann. Für die Feuerversicherung gilt aber das Glimmen einer Glut der Zigarette als durch ein Feuer hervorgerufene Lichterscheinung.

Das sind wichtige Details bei einem Anspruch auf Versicherungsleistung, wenn zum Beispiel eine heruntergefallene Zigarette einen Brandfleck hinterlassen hat, ohne dass ein Feuer ausgebrochen ist, aber der Parkettboden oder ein Teppich beschädigt wurden.

Ein solcher Brandfleck wird als Sengschaden bezeichnet. Bei der Feuerversicherung gibt es keine einheitliche Verfassung der Versicherungsbedingungen. Diese muss man selbst oder durch seinen Berater bei der Versicherungsgesellschaft auflisten. Kommt es zu einem Schaden an einem technischen Gerät wie zum Beispiel einen Toaster oder bei einem Unterhaltungsgerät, ist der Schaden an dem Gerät für die Feuerversicherung ausgeschlossen. Kommt es durch den Defekt dieses Gerätes aber zu einem Brand, entsteht in dem Sinne an dem Gerät kein weiterer Schaden. In der Summe der Schäden, die durch den dadurch entstandenen Brand verursacht werden, wird das Gerät aber mit in der Versicherungsleistung berücksichtigt, da eine Bewertung aller entstandenen Schäden vorgenommen wird. Eine Verbrennung kann aber auch ohne offen Flamme oder glimmende Glut entstehen, wenn in einem technischen Gerät oder Installation eine Überhitzung entsteht ohne sichtbare Erscheinungen.

Eine Feuerversicherung wird immer wichtiger

Mit einem Knall, Rauch und vielleicht einer kleinen Stichflamme wird man auf eine Überspannung aufmerksam. Schlägt bei einem Gewitter der Blitz in ein Haus ein, verteilt sich die freigewordene elektrische Energie im Stromnetz. Durch die Überbelastung lösen die Sicherungen aus und das Stromnetz ist stromlos geschaltet. Ist die Überspannung aber bereits im Stromnetz des Hauses, werden Bauteile zerstört und Schalter oder Steckdosen werden unbrauchbar. Im Allgemeinen spricht man dann von Überspannungsschäden durch Blitzschlag. Ist ein Gerät angeschlossen, kann durch den Überspannungsschaden nicht nur das Gerät zerstört werden, sondern auch ein Feuer entstehen. Geräte soll man daher bei Gewittern auch vom Stromnetz nehmen, um diese Gefahren auszuschließen. Bei der Feuerversicherung muss man auf die Formulierung der Versicherungsbedingungen achten und die daraus resultierende Auslegung im Leistungsfall reagieren. Auch wenn die Feuerversicherung nur ein Teil der Hausratversicherung oder Wohngebäudeversicherung ist, hat sie eine wichtige Funktion und Bedeutung.