15. December 2018

Katzenkrankenversicherung

Die Katzenkrankenversicherung ist eine Versicherung, deren erstes Ziel es ist, die Halter von Katzen vor den Kosten, die im Laufe eines zuweilen durchaus sehr langen Katzenlebens durch Tierarztbesuche, ärztliche Behandlungen und vielleicht sogar Operationen und Tierklinikaufenthalte verursacht werden können, zu schützen. Dabei gibt es in den einzelnen Versicherungen, die von den verschiedenen Versicherern mit unterschiedlichen Tarifen angeboten werden, teilweise große Unterschiede in den Leistungen. Deshalb sollte man sich, bevor man eine entsprechende Katzenkrankenversicherung abschließt, eingehend mit der Materie befassen und Preise und Leistungen der einzelnen Versicherer vergleichen.

Katzenkrankenversicherung – welche Möglichkeiten gibt es hier?

Im Prinzip gibt es drei Formen der Katzenkrankenversicherung. Die erste Möglichkeit ist die reine Krankenversicherung, die sich in der Regel nur um die Kosten der ärztlichen Behandlung im Krankheits- und Vorsorgefall kümmert. Hier sind so Dinge wie Impfungen, Arztbesuche bei Krankheit oder kleineren Unfällen oder Vorsorgebehandlungen enthalten. Die zweite Variante ist die Katzenkrankenversicherung mit OP-Schutz. Hier sind alle Leistungen enthalten, die auch in der einfachen Katzenkrankenversicherung vorhanden sind, aber diese wird hier noch durch zusätzliche Leistungen im Fall einer notwendigen OP ergänzt. Auch Aufenthalte in der Tierklinik sind hierüber in der Regel besser abgesichert als mit einer einfachen Katzenkrankenversicherung. Als dritte Variante gibt es die reine Operationskostenversicherung. Diese übernimmt nur die Kosten für Operationen, aber keine weiteren Behandlungskosten, die nichts mit dem Eingriff zu tun haben.

Wer eine Versicherung mit vergleichsweise niedrigen Beiträgen aber oftmals guten Leistungen für die normale Krankenversorgung seiner Katze sucht, wird mit der einfachen Katzenkrankenversicherung schnell fündig. Hier sind zwar keine Leistungen für Operationen und Klinikaufenthalte oder Nachbehandlungen enthalten, dafür wird mit Leistungen für den generellen Gesundheitsschutz des geliebten Vierbeiners in der Regel nicht gegeizt.

Was wird von der Katzenkrankenversicherung tatsächlich übernommen?

Prinzipiell kann man hier festhalten, dass die einfache Katzenkrankenversicherung ohne OP-Schutz alle Behandlungskosten des Tierarztes im Krankheits- oder Verletzungsfall übernimmt, soweit keine Operation notwendig wird. Darüber hinaus sind Vorsorgeleistungen wie Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen und Wurmkuren im Leistungspaket der meisten Versicherer eingeschlossen. Woraus man bei der Wahl des Versicherers bzw. des Tarifs achten sollte, ist die Frage nach den Kosten für einen Klinikaufenthalt. Hier übernehmen viele Anbieter die anfallenden Kosten, solange der Klinikaufenthalt sich auf eine Erkrankung oder eine Verletzung zurückführen lässt und nichts mit einer Operation oder Operationsnachsorge zu tun hat.

Die meisten Versicherungen gelten dabei nicht nur für den deutschen Raum, sondern übernehmen auch Kosten, die im Rahmen einer Reise oder eines längeren Auslandsaufenthaltes angefallen sind. Wenn man die Katze mit auf Reisen nehmen möchte, sollte man beim Abschluss der Katzenkrankenversicherung auf jeden Fall darauf achten, dass die Versicherung die man auswählt, Auslandsleistungen im Leistungspaket enthalten hat. Andernfalls könnte nach dem Urlaub das böse Erwachen drohen, wenn man auf recht hohen Arztkosten für den geliebten Vierbeiner sitzen bleibt, obwohl man sich durch seine Katzenkrankenversicherung auf der sicheren Seite gewähnt hat.

Bis zu welcher Höhe werden Kosten von der Versicherung übernommen?

Hier kommt es auf den Versicherungstarif bzw. auf den geschlossenen Versicherungsvertrag an. Grundsätzlich gibt es eine Gebührenordnung, anhand derer die Ärzte ihre Gebühren abrechnen. Die meisten Anbieter einer einfachen Katzenkrankenversicherung kommen mit einer Übernahmegarantie für den zweifachen Satz der Gebührenordnung daher.

Im Normalfall sollte das auch ausreichen, um die Arztgebühren zu begleichen. Eng wird es hier allerdings, wenn der Tierarzt zu einer Behandlung am Wochenende, nach regulärem Feierabend oder an einem Feiertag anrücken muss. Hierauf lassen sich die Tierärzte natürlich entsprechende Aufschläge zahlen. Da kann man auch schon mal schnell auf den dreifachen Satz der Gebührenordnung kommen. Manche Versicherungen bieten auch eine Übernahme bis zu diesem dreifachen Satz an. Wenn man eine solche Katzenkrankenversicherung abschließt, sollte man, was die Kostenübernahme angeht, tatsächlich auf der sicheren Seite sein.

Worauf man bei der Auswahl einer reinen Katzenkrankenversicherung achten sollte

Wie bereits erwähnt, sollten Kosten für eine Behandlung in der Tierklinik enthalten sein. Diese werden natürlich, allein schon aufgrund der Versicherungsform, nur dann übernommen, wenn der Aufenthalt nichts mit einer Operation oder einer Behandlung unter Narkose zu tun hat. Aber auch aus Krankheitsgründen oder aufgrund einer Verletzung können Tierklinikaufenthalte notwendig werden. Gut, wenn man in diesen Situationen abgesichert ist. Darüber hinaus sollte man darauf achten, dass die Deckungssumme so hoch gehalten ist, wie irgend möglich. Am besten ist ein dreifacher Satz der Gebührenordnung.

Weitere beachtenswerte Punkte sind die Fragen nach dem Schutz im Ausland und der Wartezeit, bis die Kosten tatsächlich erstattet werden. Je länger die Wartezeit, desto schmerzhafter wird es, die Kosten für eine entsprechende Behandlung vorstrecken zu müssen. Bei besonders kurzen Wartezeiten kann es sogar vorkommen, dass man die Rechnung zur Begleichung direkt an die Versicherung weiterleiten kann. Darüber hinaus sollte die volle Kostenübernahme für alle ärztlich verordneten Medikamente, Verbandsmittel und Hilfsmittel enthalten sein. Außerdem sollte man die Regelungen zur Selbstbeteiligung kennen. Am besten sind natürlich Versicherungen ganz ohne Selbstbeteiligung, hier stellt sich dann zuweilen allerdings die Kostenfrage.

Es gibt auch Versicherungen, die für bestimmte Katzen, insbesondere für Rassekatzen, einen Versicherungsaufschlag verlangen, weil diese als besonders anfällig gelten. Manche unterscheiden auch zwischen Hauskatzen und Freigängern. Hier sollte man die Vertragsangebote mehrerer Katzenkrankenversicherungen vergleichen, um das für die eigenen Bedürfnisse beste Angebot zu finden.